Newsletter vom 02.10.2010

Newsletter der DDIM - Ausgabe 3/2010

Liebe Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser,

die meisten Menschen denken bei Innovationen an bahnbrechende Erfindungen, wie Johannes Gutenbergs Buchdruck, James Watts Dampfmaschine oder Konrad Zuses Computer Z1, scheinen sie doch den glorreichen Erfindern wie aus dem Nichts als Eingebung geschenkt. Doch selbst der vielbewunderte Steve Jobs von Apple sah nicht plötzlich das iPhone vor sich und rief wie einst Archimedes "Heureka". Vielmehr wurde lange experimentiert und dabei immense Risiken und auch Fehlschläge in Kauf genommen - man denke nur an jenen seltsamen Apparat namens Newton von 1993, dem ersten Handheld von Apple.

Innovationen fallen nicht vom Himmel. Und sie sind selten das Werk genialer Erfinder alleine, sondern in der Regel das Ergebnis langjähriger interdisziplinärer Teamarbeit. Sie erfordern erfahrungsbasiertes Know- und Do-how sowie profunde Kenntnisse der Kundenwünsche, der Märkte und der technologischen Möglichkeiten. Das ist sozusagen die Pflicht - oft schon schwer genug. Die Kür gelingt dann meist noch seltener, denn hier sind die nicht zu standardisierenden "soft skills" gefordert: Dazu gehören die Fähigkeit, jenseits der Routinen und Grenzen zu denken und zusammenzuarbeiten, die Bereitschaft, bewusst Risiken einzugehen, und vor allem die Gabe, Partner, Mitarbeiter, Investoren und natürlich die Kunden zu begeistern und auch gegen Widerstände hartnäckig zu überzeugen.

Innovationen haben also immer mit Investitionen, Technologien und effizienten Prozessen zu tun, doch beruhen sie im Kern auf der Fähigkeit, über den Tellerrand zu blicken, sich auszutauschen und zu vernetzen. Hierzu bietet auch unser 6. International Interim Management Meeting wieder ausführlich Gelegenheit. Und insofern geht es in diesem Jahr im doppelten Sinne um Innovationen und Innovationsfähigkeit. Wir vernetzen uns, tauschen Wissen und Erfahrungen aus und wir arbeiten auch inhaltlich an dem immerwährenden Thema: Wie kommt das Neue, wie kommt das Bessere in die Welt?

Wir Interim Manager und Provider haben an all den Schnittstellen und Brennpunkten, an denen wir tätig werden, an vielen Innovationen Anteil. Denn wir liefern externe Erfahrung, Fachkompetenz und Managementwissen vom ersten Tag an. Damit wir aber auch zukünftig unseren Beitrag leisten, arbeiten wir stetig daran, immer besser zu werden. Das sind wir unseren Klienten, das sind wir unserem Berufsstand schuldig.

Ich lade Sie daher ganz herzlich ein, am 6. IIMM am 5. und 6. November teilzunehmen freue mich darauf, Sie alle in Wiesbaden wiederzusehen.

Bis bald

Ihr
Michael Pochhammer


Der Newsletter ist in vier Themengebiete aufgeteilt. Klicken Sie auf die Reiter, um die Inhalte der Karteikarten einzusehen.

DDIM Provider Mitglieder zur aktuellen Marktsituation

Die Provider Mitglieder der DDIM geben auch in diesem Newsletter ihre Einschätzung der gegenwärtigen Auftragslage und der Marktentwicklung ab.

Constance Bräuning-Ast, REM PLUS GmbH - Management-Support:
Die Auftragslage ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Ich gehe davon aus, dass sich dieser Trend im 4. Quartal fortsetzen wird.

Harald Heil, Greenwell Gleeson - Interim Management:
Einer gestiegenen Dienstleistungsnachfrage steht ein deutliches Überangebot an Interim und Projekt Managern gegenüber. Auf Kundenseite führt das zu Mehrfachanfragen (auf der Suche nach günstigem Preis) sowie erheblichem Wettbewerbsdruck, was deutlich die Preise und Margen drückt. Darüber hinaus erscheinen die Ernsthaftigkeit der Anfragen und das Tempo der Entscheidungsfindung in den Unternehmen noch immer suboptimal. Mit einer Trendumkehr oder Marktveränderung in den kommenden drei Monaten rechnen wir nicht.

Dr. Dietmar Kablitz, EIM Executive Interim Management GmbH:

Wir verzeichnen eine erheblich gestiegene Nachfrage, auch und gerade in den Bereichen Geschäftsausbau/-aufbau und Eröffnung neuer Geschäfte in Auslandsmärkten. Nachgefragt werden vor allem General Manager, CFO, IT und Production Manager. Wir können momentan in Deutschland keine Faktoren erkennen, die gegen einen weiteren Anfragezuwachs sprächen.

Dr. Harald Linné, Atreus Interim Management GmbH:
Insbesondere die Entscheidungsfreudigkeit der Unternehmen hat sich deutlich verbessert, was sich in der gestiegenen Zahl der Mandate zeigt. Gesucht werden wieder eher auf Wachstum orientierte Kompetenzen, insbesondere in den Bereichen CFO, IT, Werksleitung, Programm Management. Der Ausblick auf das vierte Quartal ist daher insgesamt gut.

Michael Pochhammer, Signium International Interim Executives GmbH:
Die Anfragenquote und -qualität hat signifikant zugenommen. Die Bereitschaft, Entscheidungen zu fällen, ist ebenfalls angestiegen, obwohl die Lead-to-deal-Ratio noch lange nicht wieder auf dem Niveau der Vorjahre liegt. Es werden wieder deutlich mehr aufbauende und entwickelnde Kompetenzen gefragt als reine Sanierungserfahrungen. Die internationalen Einsätze steigen an und insbesondere der erste Managementlevel wird stärker nachgefragt. Leider wird diese Entwicklung die Lücke aus dem ersten Halbjahr nicht mehr schließen können. Es sind sehr viele Interim Manager "off job". Meine Prognose für das 4. Quartal ist dennoch positiv.

Dr. Andreas Suter, GroNova AG:
Im Markt Schweiz beobachten wir seit dem 2. Quartal eine zunehmende Belebung der Nachfrage nach Interim Managern aller Disziplinen. Generell gilt: "Spezialist" schlägt "Generalist". Die kundenseitigen Entscheidungsprozesse dauern immer noch sehr lange. Ebenso besteht das erhöhte Risiko, dass das Mandat trotz externer Anfrage intern oder durch einen "günstigen" Fachspezialisten besetzt wird. Die von der Krise besonders betroffenen Branchen wie Maschinen- und Anlagenbau sind trotz allgemeiner Erholung immer noch zurückhaltend. Wir gehen davon aus, dass die Anfragen im 4. Quartal erfahrungsgemäß gegenüber dem 3. Quartal nicht steigen werden.

Dr. Harald Wachenfeld, IMS - Interim Management Solutions:
Die Nachfrage hat quantitativ und qualitativ deutlich zugenommen und die Entscheidungsfreudigkeit der Unternehmen hat sich verbessert: Aus Projektanfragen werden wieder deutlich mehr Mandate. Gefragt sind inhaltliche Kompetenzen in den Bereichen Vertrieb, Marketing, Business Development, internationale Expansion und Prozessoptimierung. Insbesondere Mandate auf dem ersten Managementlevel müssen beim Kunden besetzt werden und auch die Projektlaufzeiten scheinen sich wieder zu verlängern. Der Ausblick auf Q4 2010 ist grundsätzlich positiv. Interim Management und Projekt Management auf Zeit gewinnen weiter an Bedeutung.

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