Newsletter vom 21.12.2011

Newsletter der DDIM - Ausgabe 4/2011

Liebe Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser,

können Sie noch etwas mit dem Begriff "Krise" anfangen? Zwar bedeutet er eigentlich Höhe- oder Wendepunkt, jedoch zumindest auf makroökonomischer Ebene ist die Krise zum Dauerzustand geworden. "Kaum steigt irgendwo die Rendite zehnjähriger Anleihen, schon wird der Weltuntergang verkündet", beklagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann jüngst die heftigen Übertreibungen der beteiligten Akteure. Und in der Tat: Lässt man die Kassandrarufe der letzten Monate und Jahre Revue passieren, so scheint es kaum Hoffnungen auf bessere Zeiten zu geben. "Alarmstufe rot" und "Rette sich wer kann" allerorten. Eigenartig nur, dass sich trotz des medialen Dauerfeuers in der "Realwirtschaft" keine richtige Endzeitstimmung einstellen will. Dabei bestehen nach wie vor erhebliche Risiken für das nächste Jahr. Ganz offenbar ist die volkswirtschaftliche Gemütslage der Deutschen jedoch krisenfester geworden. Selbst der früher noch leicht zu verängstigende Normalbürger reagiert zunehmend gelassen und lässt sich den Konsum nicht vermiesen, was manchen Entwicklungen die gefährlichen Spitzen nimmt.

In der Organisationsforschung wird Krisenstabilität in letzter Zeit mit dem aus der Psychologie stammenden Begriff der Resilienz bezeichnet. Wesentliche Einflussfaktoren auf diese Krisenfestigkeit von Unternehmen sind die Qualität von Kultur und Führung, die Anpassungsfähigkeit der Produkt- und Leistungspalette sowie die strukturelle Fähigkeit, sich schnell und erfolgreich an sich laufend verändernde Rahmenbedingungen anzupassen. Vor diesem Hintergrund nimmt es kaum Wunder, dass unsere Branche, deren Wertversprechen und Kerngeschäft "Flexibilität" heißt, auch weiterhin hervorragende Wachstumsperspektiven hat. Das deutsche Interim Management sollte sich das künftig noch selbstbewusster auf die Fahnen schreiben.

Genau das auch war der Tenor der Networking Conference "Interim Manager und freie Spezialisten als Ressourcen flexibler Unternehmensführung" im Anschluss an unser diesjähriges International Interim Management Meeting. Rund 320 Interim Manager, Provider und Wirtschaftsvertreter diskutierten in 12 Foren neue Wege, wie die knapper werdenden Management- und Fach-Ressourcen effizienter genutzt werden können. Aus Sicht des Vorstandes ein weiterer Schritt Richtung Öffnung und Vernetzung mit den für uns relevanten Entscheidern und Multiplikatoren. Ein Schritt unabdingbar ist, um die Wachstumspotenziale der Branche wirklich heben zu können.

Und was die Krise betrifft: Lassen wir es für die kommenden Festtage bei der erfreulichen Einsicht bewenden, dass es unserer Branche strukturell gut, wenn nicht sogar hervorragend geht. Den kommenden Entwicklungen und Herausforderungen werden wir uns als neu gewählter, bzw. bestätigter Vorstand im kommenden Jahr intensiv widmen. Apropos Wahlen: Ich freue mich, dass wir mit der Wahl von Frau Dr. Nagel nun eine vorbildliche "Gender-Diversity" im Vorstand haben. Dieses Verhältnis spiegelt zwar noch nicht unsere überwiegend männlich geprägte Mitgliederstruktur, aber signalisiert nach innen und außen, dass wir auch hier in der richtigen Richtung unterwegs sind.

Ich bedanke mich sehr herzlich für das mir und uns entgegengebrachte Vertrauen im Jahr 2011 und wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen auch im Namen des gesamten Vorstandes ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr.

Ihr
Jens Christophers

Nachlese zum 7. IIMM mit Networking Conference

Im Anschluss an die DDIM Mitgliederversammlung trafen sich auf dem 7. International Interim Management Meeting (IIMM) und der anschließenden Networking Conference insgesamt 320 Interim Manager, Provider und Wirtschaftsvertreter in Wiesbaden, um neue Wege zu diskutieren, die knapper werdenden Management- und Fach-Ressourcen effizienter zu nutzen. Während auf dem IIMM interne Themen und Fragen des Interim Managements im Mittelpunkt standen, befasste sich die Networking Conference am Folgetag mit dem Schwerpunkt "Interim Manager und freie Spezialisten als Ressourcen flexibler Unternehmensführung". Neben Industriemanagern wie Dr. Stefan John, Vorstand und Arbeitsdirektor der Dyckerhoff AG, Dr. Hubert Staudt, Vorstand der top itservices AG, und Stephan Grabmeier, Head of Culture Initiatives bei der Deutschen Telekom, gaben weitere Fachleute wertvolle Impulse und diskutierten mit den Teilnehmern. Außerdem zeigte der renommierte Organisationsentwickler Prof. Heiko Roehl in seiner Keynote, dass Interim Manager in Krisenfällen nicht "nur" den Status quo des Unternehmens sichern helfen, sondern mit ihrer "Außen-Innen-Rolle", die Organisation immer auch ein Stück verändern. Dieses "am System" arbeiten sei ein Mehrwert, den weder die Interim Manager noch ihre Mandanten bisher richtig (ein-)schätzen. Die Veranstaltung hat mit ihren offenen und interaktiven Foren viel positive Resonanz gefunden.

Konferenzankündigung: "Making the knowledge market flexible" am 15.2.2012


From the position of interim managers as professional service providers, this conference focuses on the changes in the composition of the labor market. Changing customer demands, new demands for the professionals, blurring distinctions between in and externals, new forms of cooperation and business models cause a fundamental shift in the labor market.

This conference is addressed to:

  1. The industry and government with the question of how to "organize" in this changing context.
  2. Public authorities, banks and insurance companies which are expected to respond to these changes.
  3. The group of interim managers who are active as independent professionals in and around organizations.
  4. The companies or partnerships that focus on supply and demand in the labor market.


Organization:

  • Nyenrode Business University & the Nyenrode Association Chapter Interim Management
  • Content under supervison of prof. dr. mr. Leo Witvliet, Interim-management and prof. dr. Frank Kwakman, Professional Service Instituut Nyenrode.
  • Organization by Peter Beerten and Bard Dolmans of the Nyenrode Association Chapter Interim Management.


Date and Location:
15.2.2012 von 09:30 - 18:30 in Nyenrode, Breukelen, The Netherlands

Costs:
495,- EUR (ex VAT). Early birds will receive a 100,- EUR discount

Contact:
flexprofessionals@gmail.com


Die nächsten DDIM Regionalveranstaltungen


Besuchen Sie eine der nächsten Regionalveranstaltungen:

05.03.2012 - Bayern in München
22.03.2012 - Norddeutschland in Hamburg
29.03.2012 - Rhein-Main in Frankfurt


DDIM Stammtisch in Oldenburg


Der Stammtisch bietet Interim Managern, Providern, Multiplikatoren wie Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Anwälten sowie weiteren Interessierten die Möglichkeit, in zwangloser Atmosphäre Entwicklungen, Erfahrungen und Neuerungen im Interim Management Markt zu diskutieren.

1. Donnerstag des Monats, 19 Uhr - DDIM Stammtisch in Oldenburg

Termine:
05.01.2012
02.02.2012
01.03.2012

Bitte melden Sie vorher in der DDIM Geschäftsstelle an (Tel. +49 (0) 221-71 66 66-16 / info@ddim.de) oder kommen Sie einfach vorbei.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


Kurzberichte von den Regionalveranstaltungen


Erfahren Sie mehr über die Regionalveranstaltungen des abgelaufenen Quartals.


Presseberichte


In diesem Quartal wurden folgende Presseberichte und Pressemitteilungen veröffentlicht. Die entsprechenden Berichte und Zusammenfassungen mit Links auf die Websites der Verlagshäuser finden Sie im Pressearchiv.

WirtschaftsEcho, 12/2011:
"Ich bin gekommen, um zu gehen"

VISAVIS Economy (Beilage der FTD), 05/2011:
"Experten auf Anfrage"

Competence Site, 15.11.2011:
"Rechtsberatung für Interim Manager - DDIM begrüßt HEUSSEN Rechtsanwaltsgesellschaft mbH als Partner"

"Auf Kurs" - Unternehmernewsletter der Volks- und Raiffeisenbanken (11/2011):
"Für den Notfall vorsorgen"


Presseanfragen

Die DDIM steht als Ansprechpartner für Fragen rund um das Thema Interim Management zur Verfügung.

Jens Christophers
Vorstandsvorsitzender

T: +49 [173] 722 33 33
christophers@ddim.de

Geschäftsstelle

DDIM e.V.
Antwerpener Str. 14
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