DDIM Provider und Sozietäten Mitglieder zur Marktsituation
Wie schätzen Sie die aktuelle Marktsituation ein und wie lautet Ihre Prognose für das kommende Quartal?
Constance Bräuning-Ast; REM PLUS GmbH - Management auf Zeit:
Die aktuelle Marktsituation ist nach wie vor gut. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Wirtschaft weiterentwickelt und wie sich das auf die Nachfrage im Interim Bereich auswirken wird. Ich gehe davon aus, dass sich wie jedes Jahr im 4. Quartal noch einiges tun wird und nach den Sommerferien wieder verstärkt Interim Manger nachgefragt werden. Nach wie vor gilt es aber, die Möglichkeiten des Interim Managements bei Kunden aufzuzeigen und eine deutliche Abgrenzung zur Zeitarbeit zu vertreten.
Matthias Cropp; Ludwig Heuse GmbH interim-management.de:
Der seit Beginn des Jahres erfreuliche Trend im Interim Management setzte sich auch im III. Quartal fort. Besonders hervorzuheben ist die derzeitige Nachfrage nach Mandaten mit technischem Hintergrund. Auffallend ist ebenso die zunehmende Auslastung der mit uns verbundenen Interim Manager. Daher rechnen wir auch im kommenden Quartal mit einer weiterhin stabilen Auftragslage.
Dr. Dietmar Kablitz; EIM Executive Interim Management GmbH:
Das dritte Quartal war durch sehr starke, für die Sommerzeit sogar ungewöhnlich hohe Nachfrage geprägt. Diese positive Entwicklung zieht sich durch alle Branchen und betrifft alle Positionen der ersten und zweiten Führungsebene. Wir erwarten für die nächsten Monate eine Fortsetzung dieses positiven Trends.
Lennart Koch; taskforce - Management on Demand AG:
Die aktuelle Marktsituation ist aus Sicht der taskforce AG sehr gut. Wie wir vermutet haben, gab es im Juli und Anfang August eine "Sommerpause" bezüglich neuer Anfragen und Projekte. Es blieb aber bei einer Pause, eine wirtschaftliche Abkühlung trat nicht ein. Ab Mitte August zogen die Anfragen wieder schlagartig an und Projekte wurden schnell entschieden. Für die Umsatzentwicklung war das Sommerloch unkritisch, da laufende Projekte weitergeführt wurden. Starke Nachfrage sehen wir im Augenblick insbesondere in den Bereichen Projekt Management, Restrukturierung und IT. Das 4. Quartal schätzen wir bezüglich Umsatz und Order-Entry sehr positiv ein.
Andreas Lau; Hanse Interim Management GmbH:
Die Entwicklung ist sehr positiv und die Anfragen nehmen weiter zu. Gerade Kapitalbeteiligungsgesellschaften greifen immer stärker auf unsere Interim Manager zurück und setzen sie als Gutachter und Branchenexperten für commercial due diligences ein. Darüber hinaus sind diese Experten durchaus auch interessiert, sich anschließend selbst über einen MBI an dem Unternehmen zu beteiligen. Damit gewinnen Beteiligungsgesellschaften nicht selten einen operativ tätigen geschäftsführenden Gesellschafter und nicht nur einen Manager auf Zeit. Das Wachstum wird sich weiter fortsetzen. Restrukturierungs- und Sanierungsthemen werden nicht, wie in 2010 erwartet, abnehmen. Die Intervalle von Konjunktur und Krise werden kürzer, die Amplituden größer. Der Wandel wird zum Dauerzustand und somit zur Triebfeder des Interim Managements.
Dr. Harald Linné; Atreus interim management GmbH:
Wir verzeichnen eine hohe Nachfrage nach qualifizierten Interim Managern. Die Anfragen umfassen das gesamte Spektrum von C-Level zu Projekt- und Programm-Managern, auch viele internationale Projekte werden gestartet, insbesondere Süd-Europa, Ost-Europa und USA. Schwerpunkte sind weiterhin Maschinen- und Anlagenbau sowie IT/TK und Automotive. Aufgrund der ungünstigen Rahmenbedingungen (Euro-Krise, politische Instabilitäten, Krisen in Griechenland und Italien, USA etc.) kann es durchaus zu einer Eintrübung kommen. Wir gehen aber davon aus, dass weiterhin ein kontinuierlich recht hohes Niveau für Anfragen vorherrscht.
Michael Pochhammer; Signium International Interim Executives GmbH:
Die Marktsituation ist nach der üblichen Sommerpause weiterhin sehr gut. Das Wachstum wird in diesem Jahr sicher wieder im zweistelligen Bereich liegen. Die Finanz- und Schuldenkrise zeigt noch keine Spuren in unserem Geschäft. Die Deutsche Wirtschaft wächst nach wie vor. Weiterhin gibt es viele neue Interim Manager auf dem Markt. Der Wettbewerb wird entsprechend größer. Wir rechnen mit einem anhaltend guten Geschäft, zumal das IV. Quartal meistens das stärkste ist.
Dr. Andreas Suter; GroNova Schweiz AG:
Seit Beginn des Jahres ist die Nachfrage nach Interim Management auf gutem und stabilem Niveau. Sie wird zunehmend von Anfragen geprägt, die die Behebung operativer Schwierigkeiten betreffen. In allen Anfragen zeigt sich: Spezialist schlägt Generalist. Trotz konjunktureller Schwierigkeiten erwarten wir keine Veränderungen. Im Unterschied zu 2008 ist der Feststellenmarkt zurzeit nicht überhitzt.
Dr. Harald Wachenfeld; IMS - Interim Management Solutions:
Selbst wenn sich die Nachfrage im 2. Halbjahr 'normaler' gegenüber dem extrem starken 1. Halbjahr einstellt, wird 2011 insgesamt ein sehr gutes Jahr für das Interim Management werden. Dies gilt insbesondere für anspruchsvolle Mandate und professionell arbeitende Marktteilnehmer. Die Spreu trennt sich klar vom Weizen, Qualität setzt sich durch. Gefragt waren international erfahrene Interim Manager, die Wachstum bewirken können oder im M&A-Umfeld erfolgreiche Integrationen von akquirierten Unternehmen realisieren können. Stark waren auch die Segmente Vertrieb und Marketing sowie Geschäftsprozessoptimierung. Unabhängig von den Tendenzen an den Börsen ist die Stimmung im klassischen produzierenden Mittelstand noch sehr gut. Es ist aber nicht auszuschließen, dass in Q 4 vorsichtiger agiert werden wird. Das Thema Working Capital scheint wieder an Bedeutung zu gewinnen. Ferner Supply Chain Management, Procurement und traditionelle kaufmännische Aufgabenstellungen.
Jetzt zum 7. IIMM und zur Networking Conference anmelden
Am 25. November findet das 7. International Interim Management Meeting, das zentrale Jahrestreffen unserer Branche, in Wiesbaden statt.
In diesem Jahr fokussiert das IIMM auf interne Themen und Fragen des Interim Managements, die wir gemeinsam in verschiedenen Foren diskutieren und vorantreiben möchten. So werden wir uns intensiv mit den Dienstleistern im Interim Management beschäftigen und fragen, welche Vorteile Provider und Sozietäten für Interim Manager bringen und wo es Verbesserungspotenziale in der Zusammenarbeit gibt.
Genauer beleuchtet werden auch die Qualifikationen und die Marketingaktivitäten der Interim Manager selbst: Entsprechen sie angesichts der zunehmenden Professionalisierung und Internationalisierung aller Managementdienstleistungen noch den Erwartungen und Anforderungen der Auftraggeber? Und müssen ihre Leistungen noch kundenorientierter in konkreten Problemlösungsansätzen angeboten werden?
Aber natürlich wollen wir uns nicht nur mit uns selbst beschäftigen. Wie bereits auf dem letzten IIMM angekündigt, wird die DDIM ihre Veranstaltungen künftig mit neuen Inhalten und Formaten bereichern und sich noch stärker für externe Fragen, Sichtweisen und Ideen öffnen. Diese Vernetzung nach außen findet am Folgetag auf der neuen NETWORKING CONFERENCE statt, die wir gemeinsam mit der Stiftung der deutschen Wirtschaft für Arbeit und Beschäftigung (SWAB) ausrichten. Unter dem Titel "INTERIM MANAGER UND FREIE SPEZIALISTEN ALS RESSOURCEN FLEXIBLER UNTERNEHMENSFÜHRUNG" werden wir mit Unternehmern, Managern, Personalern und freien Spezialisten neue Ansätze für flexiblere Formen des Managements diskutieren.
Bringen Sie sich aktiv ein und lernen Sie neue Impulse und Perspektiven für die Managementwelt von morgen kennen!
Melden Sie sich gleich zu den Veranstaltungen und unserem traditionellen NETWORKING EVENING an.
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DDIM Mitglieder
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Interim Management Branche
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Freitag, 25.11.
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DDIM Mitgliederversammlung
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Freitag, 25.11.
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IIMM International Interim Management Meeting
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Freitag, 25.11.
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Networking Evening
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Sonnabend, 26.11.
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Networking Conference
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Wir hoffen, Sie am 25.
und 26. November begrüßen zu dürfen.
Die nächsten DDIM Regionalveranstaltungen
Besuchen Sie eine der nächsten Regionalveranstaltungen:
10.10.2011 - Franken/Thüringen in Nürnberg
28.10.2011 - Berlin-Brandenburg in Berlin
07.11.2011 - Bayern in München
Regionalveranstaltung Franken/Thüringen in Nürnberg am 10.10.2011
Am Montag, den 10. Oktober 2011 findet die DDIM Regionalveranstaltung Franken/Thüringen in Nürnberg statt, zu der wir Sie recht herzlich einladen.
Thema: Haftung des Interim Managers und Möglichkeiten der Versicherung
Regionalveranstaltung Berlin-Brandenburg in Berlin am 28.10.2011
Die nächste Regionalveranstaltung Berlin-Brandenburg findet am Freitag, den 28. Oktober 2011 in Berlin statt, zu der wir Sie recht herzlich einladen.
Thema: Internationales Interim Management
Regionalveranstaltung Bayern in München am 07.11.2011
Am Montag, den 07. November 2011 findet die nächste DDIM Regionalveranstaltung Bayern in München statt, zu der wir Sie recht herzlich einladen.
Thema: Fortbildung für Interim Manager
DDIM Stammtisch in Oldenburg
Der Stammtisch bietet Interim Managern, Providern, Multiplikatoren wie Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Anwälten sowie weiteren Interessierten die Möglichkeit, in zwangloser Atmosphäre Entwicklungen, Erfahrungen und Neuerungen im Interim Management Markt zu diskutieren.
1. Donnerstag des Monats, 19 Uhr - DDIM Stammtisch in Oldenburg
Termine:
13.10.2011 (außnahmsweise am 2. Donnerstag im Monat)
10.11.2011 (außnahmsweise am 2. Donnerstag im Monat)
01.12.2011
Bitte melden Sie sich jeweils spätestens einen Tag vorher in der DDIM Geschäftsstelle an (Tel. +49 (0) 221-71 66 66-16 / info@ddim.de)
Kurzberichte von den Regionalveranstaltungen
Erfahren Sie mehr über die Regionalveranstaltungen des abgelaufenen Quartals.
25.07.2011 - Regionalveranstaltung Bayern in München
Teilnehmer: ca. 50
Thema: "Mandate im Ausland"
Organisation/Moderation: Markus Drewes und Lennart Koch
Das Impulsreferat hielt Dr. Dietmar Kablitz von "Executive Interim Management" (EIM). Die wesentlichen Auslandsmärkte für deutsche Interim Manager sieht EIM neben Europa vor allem in Amerika (USA, Brasilien, Argentinien, Mexico, Chile) und Asien (China/Honkong, Indien, Australien). EIM schätzt dort vor allem den Bereich "Cleantech" als stark wachsend und den Bedarf an deutschen Fachleuten in "Automotive", "Anlagen- und Maschinenbau", "Elektrik und Elektronik" sowie "Konsumgütern" als stabil hoch ein.
Jedoch: "Um ein Auslandsprojekt muss man sich gezielt bemühen."
Auf diesen kurzen Nenner kann man den Vortrag und die Ergebnisse des Erfahrungsaustauschs der rund 40 Teilnehmer bringen: Die Akquise dafür sollte im eigenen Netzwerk beginnen, bevorzugt in deutschen Unternehmen mit größeren Auslandsaktivitäten. Auch die Mitgliedschaft in länderübergreifenden Handelskammern und Top-Level-Kontakte auf internationalen Messen sind vielversprechende Ansätze.
08.09.2011 - Regionalveranstaltung Norddeutschland in Kiel
Teilnehmer: ca. 30
Thema: "Interim Management auf dem Weg zur Normalität"
Organisation/Moderation: Theodor Garbe und Dr. Detlef Much
Dr.-Ing. Detlef Much stellte als DDIM Mitglied und Organisator der Veranstaltung die Arbeit der DDIM vor und sprach über aktuelle Entwicklungen im Markt. Die zunehmende Normalität der Branche zeige sich u. a. an der stetig steigenden Zahl der Mitglieder, die aktuell bei ca. 300 Interim Mangern liegt, sowie wie an der Vielzahl der Anbieter, wie Provider, Sozietäten und Dienstleister, mit ihren spezifischen Angeboten.
Anja Schauenburg-Reichert, Geschäftsführerin der ASR COACHING, referierte unter dem Titel "Konstruktiv trennen statt kopflos feuern" über ihre praktischen Erfahrungen im Spannungsfeld Change Management, Führung, Trennungskultur, Newplacement, Karriereberatung und staatliche Förderung. Im Rahmen von Interim Einsätzen sind mitunter Maßnahmen der Mitarbeiterreduktion erforderlich, für die Frau Schauenburg Wege des professionellen Umgangs aufzeigte.
Andreas Eichenhofer, Inhaber der A.E.C. Consulting und Interim Manager, berichtete in einer Case Study über eine "ERP-Einführung im Mittelstand - von der Softwareauswahl bis zur Produktivsetzung". Die bei derart komplexen Projekten typischen Fallstricke können mittels eines engpassorientierten und straffen Projektmanagements erfolgreich umgangen werden.
Presseberichte
In diesem Quartal wurden folgende Presseberichte und Pressemitteilungen veröffentlicht. Die entsprechenden Berichte und Zusammenfassungen mit Links auf die Websites der Verlagshäuser finden Sie im Pressearchiv.
Handelsblatt, 15.9.2011:
"Zeitarbeit in Deutschlands Chefetagen"
DDIM Pressemitteilung 14.09.2011:
"Marktentwicklung: Interim Management Markt wächst 2011 um über 30 Prozent - 2012 wird die Milliardenmarke erreicht"
DDIM Pressemitteilung 11.08.2011:
Networking Conference "Interim Manager und freie Spezialisten als Ressourcen flexibler Unternehmensführung"
Lebensmittel Zeitung, 29.07.2011:
"Das ist ein Feuerwehrjob"
DDIM Pressemitteilung 20.07.2011:
"Orientierung für Unternehmen: Interim Manager für internationale Einsätze"
Lebensmittelzeitung, 01.07.2011:
"Coty stellt sich neu auf."
Atreus Interim Management mit Rekordhalbjahr
Nach dem Rekordjahr 2010 mit einem Gesamtumsatz von 16 Mio. Euro setzt Atreus seinen Wachstumskurs der letzten Jahre auch 2011 fort. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem nochmaligen Umsatzsprung auf über 22 Mio. Euro. "Der Blick auf den Vorjahreszeitraum zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg und strategisch gut im Markt aufgestellt sind", betont Rainer Nagel, Managing Partner von Atreus in München. "Wir wachsen wesentlich schneller als der Gesamtmarkt für Interim Management."
Immer mehr Mandanten verstehen den Mehrwert von Interim Management. "Wir verzeichnen ein deutliches Anziehen des Geschäfts mit dem Einsatz von Interim Managern in sämtlichen Branchen", so Dr. Harald Linné, Managing Partner von Atreus in München. "Zunehmend suchen Unternehmen, sowohl mittelständische als auch Großkonzerne, nach erfahrenen Managern, die neben der strategischen Beratung auch für eine rasche operative Umsetzung ihrer Unternehmensziele sorgen. Bestimmten lange Zeit Restrukturierungs- und Turnaround-Projekte den Großteil unserer Mandate, so überwiegen derzeit vor allem anspruchsvolle Wachstumsprojekte oder internationale Aufgabenstellungen."
division one expandiert im Interim-Bereich
Dass die Erwartungen des Marktes im Jahr 2011 auf Wachstum stehen, hat sich für division one umfassend bewahrheitet. Wir haben reagiert und den entsprechenden zentralen Unternehmensbereich weiter ausgebaut. So wurde zum 1. September ein neues Tochterunternehmen eröffnet - die division one SAS mit Sitz im Zentrum von Paris. Es wird von Garick Libaud, einem erfahrenen Manager und Kenner des französischen Marktes, in Gesamtverantwortung aufgebaut. Die division one SAS wird alle Services des deutschen Stammhauses auch in Europas zweitgrößter Wirtschaftsnation anbieten und auch hier wird die Vermittlung von Interim Managern ein zentrales Thema sein.
Ebenfalls zum 1. September wurde durch die Gewinnung von Katharina Hohmann und Franziska Fiedler auch der Interim-Bereich des deutschen Stammhauses intensiv gestärkt. Die beiden Brancheninsider haben schon mehrfach den Auf- und Ausbau von Interim Providern unterstützt.
Robert Half Studie Workplace Survey 2011
Neue Ergebnisse der Studie Workplace Survey 2011, für die Robert Half über 2.400 Personal- und Finanzmanager in 13 Ländern befragt hat. Die Workplace Survey wird dreimal jährlich zu Trends auf dem Arbeitsmarkt durchgeführt.
- Etwa die Hälfte der Unternehmen bietet Programme für Top-Mitarbeiter.
Der Hauptgrund für den Einsatz eines Talent-Management-Programms ist die Bindung aktueller Fach- und Führungskräfte an das Unternehmen. Doch nutzt auch ein Viertel der befragten Finanz- und Personalmanager in Deutschland, Österreich und der Schweiz ihr Talent-Management dazu, sich für neue Mitarbeiter attraktiv zu machen. "Wir stellen fest, dass immer mehr Bewerber nach Weiterbildungs- und Förderungsmöglichkeiten fragen. Dieser Aspekt wird bei der Suche nach einer neuen Stelle, aber auch bei der langfristigen Bindung von Top-Mitarbeitern an ein Unternehmen immer wichtiger", erklärt Sven Hennige, Managing Director Central Europe von Robert Half International. Doch trotz dieser Vorteile gibt es weiterhin Nachholbedarf: Aktuell bietet nur etwa die Hälfte der deutschen, österreichischen und Schweizer Unternehmen ein entsprechendes Programm für ihre Talente an.
- Finanzdirektor muss strategisch und analytisch denken.
Wer hat die besseren Aussichten, bei der Neubesetzung einer CFO-Stelle - ein interner oder ein externer Bewerber? Der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half ist in der Studie Workplace Survey der Frage nachgegangen, woran sich Unternehmen orientieren, wenn sie einen neuen CFO einstellen. Demnach haben etwa zwei Drittel der deutschen Firmen ihren aktuellen Finanzdirektor außerhalb des eigenen Betriebes rekrutiert. Dabei wurden vor allem Empfehlungen berücksichtigt. Mehr als ein Viertel der Unternehmen, die den Posten des Finanzchefs mit einem externen Bewerber besetzten, hat sich darauf verlassen. Jede fünfte Firma stellte Interim Manager fest ein, um die Leitung der Finanzabteilung zu übernehmen. Bei weiteren 16 Prozent kommt der derzeitige Finanzdirektor von einem Mitbewerber, während 15 Prozent in ihrem persönlichen Netzwerk den passenden CFO gefunden haben. Bei der Auswahl des richtigen Finanzvorstands spielen Soft Skills eine große Rolle. Dabei ist es besonders wichtig, dass er in der Lage ist, strategisch und analytisch (27 Prozent) sowie funktionsübergreifend (21 Prozent) zu denken. Erst dann folgen die Fähigkeit zur Mitarbeiterführung (20 Prozent) und die Kommunikationsfähigkeit (10 Prozent).
- Manager sind Bewerberlügen auf der Spur.
Perfekte Englischkenntnisse, Führungsverantwortung, imposante Auslandserfahrung - ein Großteil der Finance- und HR-Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz nehmen die Angaben im Lebenslauf nicht für bare Münze. Insbesondere bei Sprach- und Softwarekenntnissen und den Gründen für den Jobwechsel sind Personalverantwortliche skeptisch. Auch wenn es um Managementfähigkeiten der Bewerber geht, sind Personalverantwortliche auf der Hut. 39 Prozent der deutschen, 40 Prozent der österreichischen und 36 Prozent der Schweizer Recruiter gehen davon aus, dass Bewerber im alten Job weniger Verantwortung inne hatten als sie behaupten. Ebenso misstrauisch ist etwa die Hälfte der Finance- und HR-Manager in Österreich und ein Drittel in Deutschland und der Schweiz, wenn Kandidaten über die genauen Aufgaben der früheren Stelle erzählen.
- Mehrheit der Finanz- und HR-Experten würde für interessantere Aufgaben den Arbeitgeber wechseln.
Routine im Job kann das Aus für ein Arbeitsverhältnis bedeuten. Fast zwei Drittel der Finanz- und Personalexperten in Deutschland, Österreich und der Schweiz würden bei der Aussicht auf spannendere Aufgaben das aktuelle Unternehmen verlassen. Neben der Chance auf mehr Abwechslung ist für 50 Prozent der deutschen, 52 Prozent der Schweizer und 44 Prozent der österreichischen Finanzprofis die berufliche Weiterentwicklung beim neuen Arbeitgeber ein Beweggrund für einen Jobwechsel. Dagegen spielt der Weg zur Arbeit keine entscheidende Rolle: Nur etwa ein Drittel der befragten Fach- und Führungskräfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sieht in einer kürzeren Anfahrtszeit ins Büro einen Grund zum Jobwechsel. Noch geringer ist die Verlockung eines prestigeträchtigen Jobtitels: Nur elf Prozent der deutschen, 15 Prozent der österreichischen und 21 Prozent der Schweizer Profis legen Wert auf eine wohlklingende Tätigkeitsbezeichnung.
- Finanzabteilungen werden neu strukturiert.
Deutlich mehr Unternehmen als noch vor einem halben Jahr wollen in den kommenden sechs Monaten für Veränderungen sorgen. Bestehende Arbeitsplätze sollen neu besetzt und neue Stellen geschaffen werden. Momentan wollen 20 Prozent der deutschen und 14 Prozent der österreichischen Unternehmen das Finanzteam umstrukturieren und bestehende Arbeitsplätze neu besetzen. Das sind deutlich mehr als noch vor einem halben Jahr: Damals planten nur sieben Prozent der Deutschen und acht Prozent der Österreicher, Teammitglieder auszutauschen. Dieser starke Anstieg erklärt sich durch die erweiterten Verantwortlichkeiten der Finanzexperten, die inzwischen der Unternehmensführung beratend zur Seite stehen.
Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen die Finanzabteilungen entsprechend neu aufgebaut werden. Aber es werden nicht nur bestehende Teams neu strukturiert. 46 Prozent der deutschen und 41 Prozent der österreichischen Arbeitgeber wollen ihre Finanzabteilung erweitern und neue Mitarbeiter einstellen. Dies sind in Deutschland 25 Prozent und in Österreich 19 Prozent mehr als vor sechs Monaten. Begründet wird dies mit einem gestiegenen Arbeitsaufkommen (Deutschland: 46 Prozent, Österreich: 14 Prozent), dem positiven Geschäftswachstum (Deutschland: 29 Prozent, Österreich: 43 Prozent) und der Neubesetzung von Positionen, die während der Krise vakant blieben (Deutschland: 11 Prozent, Österreich: 24 Prozent).
Robert Half - Vorstellungsgespräch: Auffallen um jeden Preis?
Die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit belegen es: Der Arbeitsmarkt zieht weiter kräftig an. Doch die Hürden zum Traumjob müssen erst einmal genommen werden. Besonders im Vorstellungsgespräch müssen viele Klippen umschifft werden. Robert Half zeigt in der Videoreihe "Don't let this happen to you", welche Fettnäpfchen lauern und auf welche gut gemeinten Ratschläge von Freunden man getrost verzichten kann.
Neue Mitglieder in der DDIM
Seit dem 1. Juli 2011 sind folgende Interim Manager in die DDIM eingetreten:
Hans Peter Bachmann
Horst Mehrtens
Manfred Meyering
Rolf Ritter
Reinhold Schlögl-Braun
Dr. Adrian Seeger
Georg Stefek