DDIM Provider Mitglieder zur aktuellen Marktsituation
Die Mitglieder Provider der DDIM geben auch in diesem Quartal ihre Einschätzung der gegenwärtigen Auftragslage und der Marktentwicklung ab und beantworten dafür zwei Fragen.
Wie schätzen Sie die aktuelle Marktsituation ein?
Harald Heil; Greenwell Gleeson - Interim Management:
Eine größer werdende Anzahl von frei werdenden Interim Managern steht einer gesunkenen Anzahl von Projekten gegenüber. Unternehmen halten momentan Projekte aus Kostengründen zurück, soweit sie keine direkte Auswirkung auf die Ergebnissituation haben. Gefragt sind daher Manager mit Erfahrungen in der direkten Verbesserung des "Working Capitals", in der Kostensenkung, in Effizienzprogrammen und Sanierung.
Dr. Dietmar Kablitz; EIM Executive Interim Management GmbH:
Es gibt eine hohe Zahl von Anfragen, aber die Entscheidungsfindung der Klienten und die Umsetzung in konkrete Projekte ist nach wie vor schwierig. Primär werden Turnaround- und Restrukturierungsprojekte nachgefragt.
Dr. Harald Linné; Atreus interim management GmbH:
Gefragt werden in den produzierenden Unternehmen Manager mit großer Erfahrung in den Bereichen Sanierung, Turnaround und Restrukturierung. Darüber hinaus setzen viele Unternehmen Interim Manager für ihre Tochtergesellschaften im Ausland ein, um sie zu restrukturieren oder sogar stillzulegen.
Dr. Martin Ziener; REM PLUS GmbH - Management-Support:
Die Zahl der Anfragen ist verhältnismäßig niedrig. Die Anfragen konzentrieren sich thematisch auf die Themen klassisches Turnaround und Sanierungsgutachten mit primär kaufmännischer Ausrichtung (Liquiditätsmanagement / Working Capital / Bankenkommunikation). Vereinzelt kommen Anfragen zur Vertriebsunterstützung bzw. -aktivierung.
Michael Pochhammer; Signium International Interim Executives GmbH:
Es werden fast ausschließlich Interim Positionen zur Krisenbewältigung besetzt. Ausnahmen sind die Life Science- und Energie-Märkte. Schon diskutierte Bedarfe im Bereich von Projekten, M&A-Aktivitäten und regionale Ausweitungen werden geschoben oder nicht gestartet. Wir verspüren eine große Vorsicht auf Klientenseite und einen ungebremst hohen Zulauf von neuen Interim Managern.
Dr. Harald Wachenfeld; IMS - Interim Management Solutions:
Trotz sicherlich gegebenem Bedarf ist die Nachfrage im Markt für Interim Management noch verhalten. Die Entscheidungsprozesse bis zu einer Besetzung bleiben lang. Die geringere Kapazitätsauslastung in zahlreichen Unternehmen wird genutzt für Mandate in Optimierungsprojekten (vornehmlich: Produktion, IT, kaufmännische Bereiche).
Dr. Thomas Schneider; GroNova (Deutschland) AG:
Es besteht ein gleichbleibend hoher Zustrom von Interim Manager Kandidaten auch im dritten Quartal. Die Anzahl der Projektanfragen nimmt deutlich zu, allerdings sind diese eher als Voranfragen einzuordnen (Motto: Wir wollen bereit sein, wenn es los geht). Aktuelle Projekte sind auf die kurzfristige Kostenoptimierung ausgerichtet.
Was ist Ihr Ausblick für das 4. Quartal 2009?
Harald Heil; Greenwell Gleeson - Interim Management:
Sollte der wirtschaftliche Grundtenor sich durchsetzen, erwarten wir ab dem vierten Quartal eine Auflösung des Projektstaus in Handel, Industrie und Produktion und damit eine deutliche Belebung des Marktes.
Dr. Dietmar Kablitz; EIM Executive Interim Management GmbH:
Es mehren sich positive Anzeichen in der Wirtschaft, dies sollte auch die Klienten zu schnelleren Entscheidungen bewegen. Die geschobenen Projekte können nicht ewig auf Eis liegen; wir erwarten daher ein deutliches Anziehen des Geschäftes zum Herbst 2009.
Dr. Harald Linné; Atreus interim management GmbH:
Nach dem Sommer nehmen die Anfragen wieder zu. Viele Unternehmen müssen handeln, wollen sie nicht unter dem Kostendruck ersticken.
Dr. Martin Ziener; REM PLUS GmbH - Management-Support:
Wir erwarten aus den Krisenbrocken gegen Ende 2009, Anfang 2010 steigenden Bedarf zur Strukturkostenanpassung. Von daher sind wiederum Kostensenker, Prozessverbesserer und fallweise HR-Manager (z.B. für Werksschließungen) im Fokus. Inwieweit die Aufgabenstellungen über orientierende Anfragen auch zu tatsächlichen Einsätzen führen, ist noch schwer absehbar.
Michael Pochhammer; Signium International Interim Executives GmbH:
Wir rechnen mit einem deutlichen Anziehen der Nachfrage in Q 4 auf Grund des Projekt- und Themenstaus. Erste Anzeichen sind im September schon zu spüren. Weiterhin gute Quartalsnachrichten und das Ergebnis der Bundestagswahl werden ebenfalls hilfreich sein.
Dr. Harald Wachenfeld; IMS - Interim Management Solutions:
Unter den Annahmen, dass sich die ersten Anzeichen der konjunkturellen Belebung weiter verstärken und "eingefrorene" Budgets noch in diesem Jahr freigegeben werden, erwarten wir eine deutliche Marktbelebung ab Ende Q3. Vertriebliche Projekte und Mandate zum Business Development dürften davon profitieren.
Dr. Thomas Schneider; GroNova (Deutschland) AG:
Einen ersten Impuls erwarten wir nach der Bundestagswahl, sind aber noch skeptisch in welche Richtung dieser Impuls gehen wird. Die aktuellen Wirtschaftsnachrichten lassen eine positive Tendenz erwarten.
Count-Down zum 5. International Interim Management Meeting
Noch etwa sechs Wochen, dann startet im Anschluss an die Mitgliederversammlung der DDIM das jährliche Branchenevent IIMM 2009. Unter dem Motto "Mit klarem Profil durch die Krise" lädt die DDIM zum 5. International Interim Management Meeting (IIMM) am 12. und 13. November nach Münster.
Dort werden zentrale Ergebnisse der DDIM-Arbeit, Einblicke in neueste Marktentwicklungen sowie vielfältige Fachdiskussionen präsentiert. Neben spannenden Vorträgen und zahlreichen Präsentationen erwarten Sie in diesem Jahr u.a. folgende Programmpunkte:
Als Highlight der abendlichen Auftaktveranstaltung, dem traditionellen Network-Event, hält der ehemalige CEO der Strabag und heutige Präsident des European Enterprise Institute (EEI), Peter Jungen, eine Keynote zum Thema "Global Finance Market".
Als neues Networking-Format bietet der "Marktplatz" allen Teilnehmern Gelegenheit, sich im Rahmen dreier Themenfelder ausführlich zu informieren und miteinander auszutauschen. Die angebotenen Themen sind:
"Open Space - Netzwerke schaffen, Netzwerke pflegen":
Unter der Leitung von Ingrid Ebeling (Dipl. Psych.) lernen die Teilnehmer das Großgruppenformat "Open Space" in Theorie und Praxis kennen, das auf dem Prinzip der "Selbstorganisation" beruht. "Zur Anwendung kommt Open Space, wenn eine Führungskraft die Kompetenz aller nutzen will", erklärt Ebeling. Dies bietet sich insbesondere bei kreativen Entscheidungsprozessen, wie der Entwicklung eines Produkts, einer Imagekampagne oder Marktstrategie, an.
"Interne Krisenkommunikation im Interim Management"
"Provider - Modelle im Providing":
Die Teilnehmer erwartet eine engagierte und auch kontroverse Diskussion zwischen Providern und Interim Managern zu allen Reizthemen rund um die verschiedenen Ansätze und Vorgehensweisen im Interim Providing. Themen werden sein: Tagessätze, Margen, Exklusivität, Spezialisierung, Chancen und Bedrohungen der Märkte u.v.a.
Das Topthema des diesjährigen IIMM heißt "Formen der Akquisition - Wege zum Erfolg".
Jeweils ein Interim Manager, ein Provider- und ein Sozietäten-Vertreter bieten in Impulsreferaten Einblicke in ihre Akquisitionspraxis, die anschließend in einer Podiumsdiskussion diskutiert werden.
Medienpartner des diesjährigen IIMM ist der F.A.Z.-Stellenmarkt.
Seien Sie dabei! Es erwarten Sie eine Vielzahl Informationen und Impulse rund ums Interim Management sowie attraktive Networkingformate.
Melden Sie sich unter www.iimm.de online an und sichern Sie sich die Teilnahme am traditionellen IIMM-Networking-Event am Abend des 12. November!
FAQ: Antworten auf häufig gestellte Fragen
Die DDIM bietet der interessierten Öffentlichkeit auf ihrer Internetpräsenz mit den so genannten FAQ (frequent asked questions) einen neuen Service.
Die Antworten auf häufig gestellte Fragen wurden in Zusammenarbeit mit dem Vorstand entwickelt und sollen regelmäßig überprüft und aktualisiert werden.
Im September fast 9000 Besucher auf www.DDIM.de
Die Zugriffe auf unsere neu konzipierte Website zeigen unverändert eine positive Entwicklung. Nahezu 9000 Seitenbesucher konnten im September verzeichnet werden.
Die nächsten DDIM Regionalveranstaltungen
Besuchen Sie eine der nächsten Regionalveranstaltungen:
15.10.2009
Regionalveranstaltung Baden-Württemberg in Stuttgart
29.10.2009
Regionalveranstaltung Rhein-Ruhr in Essen
05.11.2009
Regionalveranstaltung Rhein-Main in Mainz
22.01.2010
Regionalveranstaltung Berlin-Brandenburg in Berlin
15.10.2009 - Regionalveranstaltung Baden-Württemberg in Stuttgart
Thema: Softskills im Interim Management
Veranstaltungsort:
Millennium Hotel & Resort Stuttgart
SI-Erlebnis-Centrum
Plieninger Straße 100
70567 Stuttgart
Inhalt:
"Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen", hat der renommierte Schriftsteller Max Frisch einmal gesagt. Die Herausforderung für Interim Manager lautet, dieses produktive Potenzial aufzuzeigen und zu nutzen. Zum wichtigen Thema "Softskills im Interim Management" konnten wir Prof. Dr. Christian Zielke als Keynotespeaker gewinnen. Sein Vortrag "Umgang mit schwierigen Entscheidungsträgern bei Interim Mandaten" wird u.a. auf folgende Punkte eingehen:
- Worauf Sie in erfolgskritischen Phasen achten sollten
- Softskills prägen Hardskills (mit)
Referenten:
Prof. Dr. Christian Zielke
Organisation:
Dr. Martin Schütz und Roland Streichbich (DDIM Mitglieder)
29.10.2009 - Regionalveranstaltung Rhein-Ruhr in Essen
Thema: Insolvenzen - Die beste Insolvenz ist die, die wir vermeiden können!
Veranstaltungsort:
Welcome Hotel Essen
Schützenbahn 58
45127 Essen
Inhalt:
Die Ende 2008 abgegebenen Prognosen bezüglich der Unternehmensinsolvenzen in diesem Jahr scheinen sich leider zu bestätigen: Alleine für die ersten beiden Quartale vermeldete das statistische Bundesamt einen Zuwachs von knapp 15 % gegenüber dem Vorjahr. Und trotz leichter Konjunkturbelebungen ist ein Ende wohl noch nicht in Sicht, wie auch der aktuell wohl prominenteste Fall Arcandor befürchten lässt. Welche Chancen eine vorbereitete Insolvenz bietet und wie die Beteiligten im Verfahren die gesetzlichen Möglichkeiten zur Rettung des Unternehmens ausnutzen können, wird durch namhafte Referenten an Hand von Praxisbeispielen erörtert.
Referenten:
Marc Deutschbein, Richter am Amtsgericht Essen
Dr. Oliver Damerius, Rechtsanwalt und Partner bei Brockdorff Rechtsanwälte, Berlin/Potsdam, Hamburg, Dresden, Bonn, London
Organisation:
Mike Jürgens und Rudolf Schulze Vohren (DDIM Mitglieder)
05.11.2009 - Regionalveranstaltung Rhein-Main in Mainz
Thema: Berufseinstieg in das Interim Management
Veranstaltungsort:
Favorite Parkhotel Mainz
Karl-Weiser Str. 1
55131 Mainz
Inhalt:
Viele Teilnehmer der letzten Regionalveranstaltungen waren besonders an den Möglichkeiten und Perspektiven des Einstiegs ins Interim Management interessiert. Einige langjährige Mitglieder des DDIM aus der Region werden über ihre persönlichen Erfahrungen berichten und zur aktuellen Markt- und Berufssituation Stellung nehmen.
Referenten:
DDIM Mitglieder
Organisation:
Prof. Dr. Joachim Hohmann und Dirk Tesche (DDIM Mitglieder)
22.01.2010 - Regionalveranstaltung Berlin-Brandenburg in Berlin
Thema: Der Kontakt zu Providern - "Was ist wichtig?"
Veranstaltungsort:
MARITIM Hotel Berlin
Friedrichstr. 151
D-10117 Berlin
Telefon: +49 (0) 30 - 2033 - 5
Inhalt:
Vermarktung ist eines der wichtigsten Themen für Interim Manager. Aus diesem Grund ist es ratsam, sein Netzwerk stetig zu pflegen und zu erweitern. Hier können Provider hilfreich sein. Doch wie funktioniert eine effiziente Kommunikation mit Providern?
Darüber hinaus haben wir auch dieses Mal einen spannenden Erfahrungsbericht mit aktuellem Bezug: "Turnaround einer börsennotierten Privatbank" - Alexander Eichner, Transition Manager zeigt, welche massiven Auswirkungen ein fehlbesetzter Aufsichtsrat haben kann und mit welchen Instrumenten diesem entgegengesteuert werden sollte.
Referenten:
Dr. Ulrich Spandau, ATREUS
Alexander Eichner, Transition Manager
Organisation:
Uwe Brüggemann (DDIM Mitglied)
Nachberichte der Regionalveranstaltungen
Erfahren Sie mehr über die Regionalveranstaltungen des abgelaufenen Quartals:
17.09.2009
Regionalveranstaltung Norddeutschland in Hamburg
28.09.2009
Regionalveranstaltung Bayern in München
17.09.2009 - Regionalveranstaltung Norddeutschland in Hamburg
Als Vorstandsmitglied der DDIM e.V. stellte Michael Pochhammer vor fast 40 Teilnehmern den Verband und seine Arbeit vor und gewährte anschließend einen Einblick in die neue Marktstudie 2009 über den Interim Management Markt in Deutschland. Im Anschluss informierte Manfred Bock, Geschäftsführer der AsseCon Assekuranzmakler GmbH München, über die vielfältigen Manager-Risiken und zeigte sinnvolle versicherungstechnische Lösungen auf.
28.09.2009 - Regionalveranstaltung Bayern in München
Mehr als 50 Interim Manager und Provider-Vertreter diskutierten rund eineinhalb Stunden über erfolgreiche Akquisitionsstrategien für Interim Manager. "Das Kernelement einer erfolgreichen Akquise ist ein professionelles Profil", so lautete eines der zentralen Ergebnisse. Neben dem üblichen CV gehöre dazu auch ein "Kurzüberblick" über die konkreten Erfolge des Interim Managers. Nach Möglichkeit solle das Profil zudem an die jeweilige Bedarfslage des potentiellen Kunden angepasst werden. Auch das gemeinsame Auftreten von Interim Managern als Team mit unterschiedlichen Kompetenzen, als Partner einer Sozietät, sowie das Nutzen von Synergien zwischen Beratungs- und Interim-Management-Aufträgen wurden als erfolgversprechendes Vorgehen genannt.
Presseberichte
Im laufenden Quartal wurden folgende Presseberichte veröffentlicht:
Handelsblatt, 20. September:
Die Stunde der Interimsmanager
Wirtschaft - Das IHK-Magazin für München und Oberbayern, Heft 9/2009:
"Wenn Not am Mann ist"
Handelszeitung (Schweiz), 21.07.09:
"Kommen, sehen - und sanieren"
Wie im letzten Newsletter ausgeführt, dürfen wir diese Artikel aus urheberrechtlichen Gründen nicht mehr vollständig auf unseren Internetseiten präsentieren.
GroNova ist achtes Provider Mitglied der DDIM
"Als professionelle Vermittlungsagentur im Bereich Interim Management mit hohem Qualitätsanspruch ist für uns eine Mitgliedschaft in der DDIM selbstverständlich", erläutert GroNova-Vorstand Dr. Thomas Schneider die Entscheidung: "Wir kennen die DDIM schon längere Zeit und wissen um die Bedeutung ihrer Arbeit und ihres hohen Anspruchs an die Mitgliedschaft."
Kerngeschäft der GroNova ist die Vermittlung von Managern auf Zeit: Mit ca. 600 ausgewählten Skillpool®-Partnern besetzt der Provider interimistisch Positionen der 1. und 2. Führungsebene sowie anspruchsvolle Projektleitungen. Auf Basis von Erfahrungen aus mehr als 100 erfolgreich durchgeführten Projekten erbringt die GroNova zusätzlich Beratungsleistungen mit dem Schwerpunkt operative Strategieumsetzung. Bei der Umsetzung kommen Interim Manager zum Einsatz, die zuvor in einer eigenen Akademie geschult wurden. Die GroNova versteht sich als flexibler und transparenter Partner ihrer Kunden, die ihren Sitz im deutschsprachigen Raum haben. Alle GroNova Mitarbeiter verfügen über langjährige Erfahrungen in leitenden Funktionen sowohl im mittelständischen Umfeld als auch in Konzernen.
Der DDIM-Vorstand begrüßt die neue Mitgliedschaft der GroNova (Deutschland) AG und freut sich über den 8. professionellen Interim Management Provider als Vollmitglied in der DDIM.
Ansprechpartner: Dr. Thomas Schneider, Dr. Dietmar Fischer, Jasmina Hauer GroNova (Deutschland) AG, Poststraße 41, D-73033 Göppingen, www.gronova.de
Neuer Associated Partner unterstützt Atreus
Mit Beat Leimbacher als neuem Associated Partner erweitert Atreus Interim Management sein internationales Engagement.
Der Schweizer Managementexperte unterstützt Deutschlands Marktführer im Einsatz von Interim Managern für den flexiblen Einsatz externer Führungskräfte, die komplexe Aufgabenstellungen bei Unternehmen in Umbruchs- und Sondersituationen übernehmen. Leimbacher blickt zurück auf eine über 25 Jahre umfassende Tätigkeit in internationalen kundenorientierten Führungsfunktionen bei der Credit Suisse, als Mitglied der Geschäftsführung von KPMG Schweiz und als CEO und Verwaltungsrat von KPMG Consulting/BearingPoint Schweiz sowie als Vertriebschef von BearingPoint Europa. Auch ist er Mitgründer und CEO eines Start-up-Unternehmens.
Robert Half Studie Workplace Survey 2009
Die Workplace Survey, für die der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half über 6.000 Personal- und Finanzmanager in 20 Ländern befragt hat, wird jährlich durchgeführt und informiert über Trends auf dem Arbeitsmarkt für das Finanz- und Rechnungswesen.
Verrentung von Fachkräften:
Das deutsche Finanz- und Rechnungswesen sieht der Verrentung von Fachkräften gelassen entgegen. Die Angst vor einem großen Knowhow-Verlust hält sich im deutschen Finanz- und Rechnungswesen in Grenzen. So zeigt sich lediglich jeder fünfte Befragte beunruhigt oder sogar sehr beunruhigt über den Weggang von Wissensträgern. Demgegenüber sehen 42 Prozent der Finanzexperten keinen Anlass für Besorgnis, was auch dem internationalen Trend entspricht. Tatsächlich haben die Unternehmen Anlass zur Zuversicht. Selbst wenn eine Nachfolgeregelung unerwartet schnell getroffen werden muss - etwa bei längerer Krankheit oder gar Tod des bisherigen Stelleninhabers - stellen Interimsmanager einen guten und schnellen Ersatz dar. Ihr Einsatz garantiert die rasche Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit und bietet den Unternehmen genügend Zeit, um eine langfristige Lösung zu finden. Aber auch intern haben die Unternehmen für den personellen Übergang vorgesorgt. So gibt es in knapp zwei Drittel aller Firmen Programme, die Nachwuchsführungskräfte identifizieren und in ihrer Entwicklung unterstützen. Am häufigsten setzen die Finanz- und Personalmanager dabei auf das Stärken von sozialen Kompetenzen (67 Prozent), auf Managementschulungen (61 Prozent) sowie auf Programme zur Nachfolgeplanung (33 Prozent; Mehrfachnennungen möglich).
Interimsmanagement im Höhenflug:
Interimsmanager sind heute aus vielen Branchen und Unternehmen nicht mehr wegzudenken - und das mit steigender Tendenz. Zukünftig werden immer mehr Firmen auf das Knowhow der Manager auf Zeit zurückgreifen - und das nicht nur in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Dem Report "Interim Managers in Finance and Accounting" zufolge sind sich 68 Prozent der deutschen Befragten sicher, dass die Nachfrage nach Fachkräften auf Projektbasis in der Zukunft ansteigen wird. Damit liegt die Prognose für Deutschland etwas über dem europäischen Vergleich, nach dem insgesamt 62 Prozent der Finanz- und Personalmanager eine vermehrte Beschäftigung von Managern auf Zeit prognostizieren. In Deutschland schätzt ein Drittel der Befragten vor allem die Kosteneffizienz, die Unternehmen durch den Einsatz der externen Experten erreichen. Schwierige Projekte oder ein kurzfristig hohes Arbeitsaufkommen können so einfach und verhältnismäßig günstig abgefangen werden. Darüber hinaus erhalten Firmen mit Hilfe von Interimsmanagement eine Möglichkeit, ihre Personalplanung flexibel zu halten und etwa dem zeitlich befristeten Ausfall von Führungspersonal zu begegnen (31 Prozent). Die Anforderungen an Interimsmanager sind jedoch nicht nur in fachlicher Hinsicht hoch. Ganz im Gegenteil sind für die Experten auf Projektbasis gut ausgeprägte Soft Skills sogar häufig noch wichtiger als Knowhow im fachlichen Bereich, da sie sich in kürzester Zeit in ein fremdes Unternehmen integrieren müssen, um Erfolg zu haben. Besonderen Wert legen Arbeitgeber dabei auf die Fähigkeit, Probleme lösen zu können. Über ein Viertel der Teilnehmer an der Studie beurteilt diese Eigenschaft als unabdingbar für den erfolgreichen Einsatz. Als nahezu ebenso wichtig werden Flexibilität und Teamfähigkeit eingeschätzt, während die fachlichen Fähigkeiten nur von jedem fünften Befragten als wichtigstes Gut eines Interimsmanagers angesehen werden.
Hays-Studie: Einsatz externer Spezialisten im Bankensektor
Die von Hays auf dem Finance Forum in Wiesbaden veröffentlichte Studie hat in der Zusammenfassung folgende Ergebnisse:
Die Fachabteilung ist federführend bei der Auswahl, Steuerung und Administration von Externen. Hier findet eine Kompetenzkonzentration statt. Nutzenvorteile und Rekrutierungsgründe von externen Spezialisten sind in erster Linie ihre Flexibilität, die Möglichkeit temporärer Knowhow-Nutzung und der Wissenstransfer an interne Mitarbeiter. Personaldienstleister unterstützen und beraten die meisten Unternehmen im Bankensektor vor allem beim Such- und Auswahlprozess geeigneter externer Spezialisten.
200. Mitglied in der DDIM - Ein Interview mit Dr. Bernd Lübcke
Mit dem 200. Mitglied hat die DDIM ihre selbst gesetzten Wachstumsziele weit vor Jahresfrist übertroffen und schaut angesichts des unverminderten Zustroms von neuen Interim Managern weiterhin äußerst optimistisch auf die Mitgliederentwicklung. Zum 1. Oktober konnten wir bereits das 211. Mitglied aufnehmen.
Herr Dr. Lübcke, Sie sind kürzlich als 200. Mitglied der DDIM beigetreten. Herzlichen Glückwunsch dazu!
Was hat Sie zum Eintritt bewogen?
Ich habe vor etwa drei Jahren zum ersten Mal von der DDIM gehört. Nach meiner Teilnahme am IIMM 2007 bin ich dann zweimal vom Vorstand der DDIM angesprochen worden, ob ich nicht Mitglied werden möchte. Ich habe mir das in Ruhe überlegt und bin zu der Entscheidung gekommen, dass das ein sinnvoller Schritt für mich ist.
Was versprechen Sie sich konkret von der Mitgliedschaft?
Ich wünsche mir aktuelle Berichte über Marktentwicklungen und Trends sowie konkrete Informationen zum Beispiel zu Haftungsfragen, der Vertragsgestaltung oder dem Setzen von Qualitätsstandards. Darüber hinaus sind mir der regelmäßige Austausch mit Kollegen sowie Kontakte zu Providern sehr wichtig.
Was erwarten Sie von der DDIM als Branchenvertretung?
In erster Linie die Vergrößerung des Bekanntheitsgrades der "Führungsoption Interim Management" in Entscheiderkreisen. Dazu kommen klassische Aufgaben, wie die Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit, Angebote zur Weiterbildung, Foren und Veranstaltungen zum regelmäßigen Austausch.
Sie sind nach vielen erfolgreichen beruflichen Stationen seit Anfang 2007 als Interim Manager tätig. Welche Leistungsschwerpunkte bieten Sie an?
Klassisches Projektmanagement, die Überbrückung von Vakanzen in den Bereichen General Management, IT, Logistik/Einkauf sowie Einsätze als CIO oder COO sind meine Tätigkeitsfelder. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Post Merger Integration, die Restrukturierung, das Outsourcing sowie die Prozessoptimierung.
Wie vermarkten Sie Ihre Dienstleistungen und welche Nutzenvorteile stellen Sie dabei heraus?
Ich baue auf zwei Kanäle: Die Direktansprache potenzieller Kunden über mein Netzwerk sowie die Vermittlung durch Interim Management Provider. Ich biete eine professionelle und fokussierte Bewältigung komplexer Managementaufgaben, basierend auf einem großen Erfahrungsschatz, erworben in verschiedenen Firmen, Branchen und Funktionen.
Wie wird sich der Interim Management Markt in Deutschland nach Ihrer Auffassung entwickeln?
Interim Management passt in die Zeit. Jedoch sind noch immer Schranken in den Unternehmenskulturen zu überwinden. Die beste Werbung sind erfolgreiche Einsätze von Interim Managern. Meine persönliche Vermutung lautet, dass sich das Marktvolumen innerhalb von 10 Jahren verdoppelt.
Wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg!
Neue Mitglieder in der DDIM
Seit dem 1. Juli 2009 konnten wir folgende Interim Manager als neue Mitglieder willkommen heißen:
- Andreas Albrecht
- Thomas Bargetzi
- Dieter Brücher
- Lorenz Otto Dietsche
- Egon Evers
- Erhard Fink
- Hubertus Fischer
- Peter Graeßner
- Astrid Kaldeuer
- Christoph Kläne
- Reiner J. Knauf
- Dr. Bernd Lübcke
- Michael Meyer
- Franz Oberhausen
- Volker W. Rohde
- Jan Rudolph
- Dr. Martin Sasse
- Gabriele Schmitz
- Eva Schwendtner
- Gunter Sobe
- Thomas Thier
- Elmar Westrup
- Walter Wilmking
- Stephan Woltering
- Franz-Josef Zöller