DDIM-Vorstandsmitglied Dr. Irina Karsunke beim Verband AIME in Spanien

Asociación Interim Management España am 4. Oktober 2018 in Madrid

Der spanische Interim Management Verband AIME – Asociación Interim Management España hat am 4. Oktober 2018 in Madrid den 2º Congreso Nacional de Interim Management ausgerichtet. DDIM-Vorstandsmitglied Dr. Irina Karsunke war vor Ort und hat in einem Interview einige Fragen zur Veranstaltung und zu den Hintergründen beantwortet.

DDIM: Frau Dr. Karsunke, Anfang Oktober haben Sie am Kongress des spanischen Interim Manager Verbandes, der „Asociación Interim Management España“ in Madrid teilgenommen. Dort haben Sie sich ja auch mit Herrn Gianpiero Brozzi getroffen, der nun den spanischen Verband bei uns auf dem Kongress vertreten hat. Wie kam es dazu?

Ich kenne Herrn Brozzi bereits seit einem Jahr. Herr Brozzi ist im AIME-Verband für internationale Beziehungen verantwortlich. Damals kam er auf mich zu mit der Idee, die Beziehungen zwischen dem noch jungen AIME-Verband und der DDIM zu intensivieren. Dazu gehört auch die gegenseitige Teilnahme an den jährlichen Kongressen.

DDIM: Wie hat Ihnen der Kongress, der Austausch mit den Kollegen gefallen und gab es vielleicht sogar ein Highlight, das Sie kurz schildern wollen?

Der AIME-Kongress, am 4. Oktober 2018 in Madrid veranstaltet, war sehr professionell organisiert und hat den spanischen Interim Managern gute Möglichkeiten für das Netzwerken geboten. Es gab mehrere Podium-Interviews mit den Board-Members vom AIME, mit Providern sowie mit den Vertretern von Interim Manager Vereinigungen aus Deutschland, Großbritannien und Italien. Als Highlights kann ich die internationale Podiumsdiskussion und die Verleihung von Interim Spain Awards nennen. Besonders freut mich, dass für die Entwicklung des „Interim Management for Women“ der Einsatz von Beatriz Recio, CEO von Womantalent gewürdigt wurde. Danke an Pio Iglesias (President AIME), Alberto Fernández (Secretary AIME) und Gianpiero Brozzi (Foro Catalunya) für die Einladung zum Kongress und die Möglichkeit an internationalen Debatten teilzunehmen.

DDIM-Vorstandsmitglied Dr. Irina Karsunke (links) im Gespräch mit Beatriz Recio, CEO Womantalent

In der Diskussion (v.l.n.r.): Iván Baltasar (Head of Interim Management de Robert Walters), Dr. Irina Karsunke (DDIM-Vorstandsmitglied), Tony Evans, (President, Institute of Interim Management, UK) und Maurizio Quarta (Head of Italian Chapter, Institute of Interim Management)

DDIM: Das Podium der Veranstaltung war ja hochkarätig und international besetzt. Wer war alles vor Ort? Um welche Themen ging es?

Ja, es waren hochkarätige Referenten und interessante Teilnehmer, unter anderem Vertreter von IE Business School, Emprende – RTVE (Spanisches Fernsehen), Womantalent, Interim Management Catalonia Forum, CEOE (Spanish Confederation of Business Organisations) und APD (Asociación Progreso Dirección) mit dabei.

DDIM: Sie haben an der internationalen Podiumsdiskussion teilgenommen. Um welche Themen ging es? Und wie war die Stimmungslage der Landesvertreter hinsichtlich ihrer Marktentwicklungen?

An der internationalen Podiumsdiskussion haben Tony Evans, (President, Institute of Interim Management, UK), Maurizio Quarta (Head of Italian Chapter, Institute of Interim Management) und ich, Irina Karsunke (Board Member of DDIM), teilgenommen. Es war eine lebendige und spannende Diskussion über die Zukunft und Markttendenzen des Interim Managements in jeweiligen Ländern. Es wurden auch die persönlichen Erfahrungen als Interim Manager und die internationalen Beziehungen mit den Interim Management Verbänden in anderen Ländern behandelt. Alle Landesvertreter beurteilen die weitere Entwicklung des Interim Managements als positiv.

DDIM: Wie sieht der Interim Management Markt in Spanien denn konkret aus? Haben Sie ein paar „Zahlen, Daten, Fakten“ für uns, so dass wir den Markt besser einordnen können? Ist der Markt auch für deutsche Interim Manager attraktiv? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?

Die Marktentwicklung in Spanien wird als positiv bewertet. Es wird mit einem deutlichen Marktwachstum gerechnet. Die meisten Interim Projekte in Spanien im Jahr 2017 betrafen die Bereiche Restrukturierung (54%) und Neue Geschäftsmodelle, Märkte und Produkte (20%). Am meisten waren die Rollen als CEO (23%) und als CFO (20%) gefragt. 84% der Interim Manager sind Männer und 16% Frauen. Typisch für den spanischen Markt ist, dass 62% der Interim Projekte in Teilzeit durchgeführt werden. Die durchschnittliche Projektdauer beträgt dabei 13 Monate. Der spanische Markt für deutsche Interim Manager ist nur begrenzt attraktiv, da die Tagessätze unter den Tagessätzen in Deutschland liegen und meistens Teilzeitmandate angeboten werden. Darüber hinaus ist eine gute Beherrschung der spanischen Sprache eine notwendige Voraussetzung, um Projekte in Spanien zu machen.

DDIM: Vielen Dank für den schnellen Überblick, den Sie uns gegeben haben. Eine Frage noch zum Abschluss: Woher kommt Ihre Nähe zum spanischen Markt? Waren Sie selbst einmal dort im Einsatz? Gab es Unterschiede zu Einsätzen in Deutschland?

Meine Nähe zum spanischen Markt kommt aufgrund meiner 7-jährigen Tätigkeit als Geschäftsführerin einer spanischen Tochtergesellschaft eines deutschen Konzerns. Spanisch habe ich bereits in der Schule gelernt. Ich habe sehr gern in Spanien gearbeitet. Interkulturelle Erfahrungen und Synergien aus beiden Kulturen haben mir dabei sehr geholfen.

DDIM: Vielen Dank für Ihre Zeit.

Über Dr. Irina Karsunke

Vorstandsmitglied der DDIM e. V.

Finanzen. Controlling. Interne Revision. Dr. Irina Karsunke übernimmt als Interim Managerin temporär Führungsaufgaben im Unternehmen, insbesondere als CFO und Projektleitungen. Sie hat über 30 Jahre Erfahrungen als Geschäftsführerin, CFO, Leiterin Interne Revision in mittelständigen Unternehmen und internationalen Konzernen. Sie schafft Klarheit und Transparenz und sorgt für kaufmännische Neuausrichtung und Turn Around von Unternehmen. Sie ist Mitglied der DDIM-Fachgruppe Finance und arbeitet auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Russisch.